Schwermetallvergiftungen

Was ist eine Schwermetallvergiftung?

Von einer Schwermetallvergiftung (Toxikose) sprechen Ärzte, wenn gesundheitsschädliche oder giftige Substanzen, die gemeinhin als Schwermetalle bezeichnet werden, in den Körper aufgenommen wurden. Kennzeichnend ist, dass die Toxine nach Aufnahme des Giftstoffes (Intoxikation) klinische Symptome hervorrufen.

Schwermetalle rufen nicht nur unmittelbare Gesundheitsschäden durch die Vergiftung mit dem Schwermetall hervor, sie lösen auch schwerwiegende Folgeerkrankungen im weiteren Krankheitsverlauf aus.

Verlauf einer Schwermetallvergiftung

Der zeitliche Horizont des Auftretens von Vergiftungserscheinungen kann stark variieren, weshalb die Medizin akute sowie chronische Vergiftungen unterscheidet. Bei einer akuten Vergiftungssymptomatik treten die Auswirkungen nach Aufnahme des Giftes durch einen plötzlichen und gefährlichen Verlauf in Erscheinung. Bei chronischen Schwermetallvergiftungen hingegen ist der Krankheitsverlauf schleichend. Oft bleiben die Vergiftungssymptome lange Zeit unbemerkt und zeigen sich möglicherweise nur für kurze Momente, bis sich die Beschwerden schließlich häufen.

Verschiedene Formen von Schwermetallen, bzw. Schwermetallvergiftungen

In einer sehr geringen Menge erfüllen manche Schwermetalle in unserem Körper als lebensnotwendige Spurenelemente eine wichtige Aufgabe. Sobald diese natürliche Konzentration jedoch durch Zuführung von außen überschritten wird, kann sich eine giftige Wirkung entfalten. Zu jener Gruppe zählen Metalle wie: Eisen, Kupfer oder Zink. Alle übrigen Schwermetalle haben keinerlei Funktion innerhalb unseres Organismus, weshalb sie der zweiten Gruppe toxischer Substanzen zugeordnet werden, z. B.: Aluminium (eigentlich per Definition ein Leichtmetall), Blei, Cadmium oder Quecksilber.
Wissenschaftlich werden also zwei Formen einer Schwermetall-Vergiftung differenziert: einerseits hervorgerufen durch Toxine, welche auf natürliche Weise im Körper vorhanden sind und andererseits durch Toxine, welche keine biologische Aufgabe in unserem Stoffwechsel erfüllen.

Ursachen für eine Schwermetallvergiftung

Schwermetalle können auf unterschiedlichste Weise dem Organismus zugeführt werden. Sie gelangen in den Körper durch:

  • Aufnahme über die Haut
    Hautkontakt mit Schmuck, der Nickel enthält, kann beispielsweise eine Nickelvergiftung zur Folge haben.
  • Aufnahme über die Lunge
    Durch das Einatmen von z. B. Zigarettenrauch oder Abgasen gelangen Giftstoffe wie Blei oder Cadmium über unsere Lungen in den menschlichen Blutkreislauf.
  • Aufnahme durch die Nahrung
    Gift-Quellen in der Ernährung können belastetes Trinkwasser oder Nahrungsmittel sein, über welche Schwermetalle aufgenommen werden. Quecksilber kann in Fisch angelagert sein, Pestizide in Gemüse und verunreinigtes Trinkwasser kann aufgrund alter Rohre eine Bleivergiftung hervorrufen. Selbst bestimmte Medikamente können eine Vergiftungswirkung haben und u. a. eine Quecksilbervergiftung auslösen.
  • Aufnahme durch Zahnfüllungen, metallene Implantate und Ähnliches Bekanntestes Beispiel für Schwermetallvergiftungen dieser Art sind Zahn-Füllungen aus Amalgam.

 

Symptome und Anzeichen einer Schwermetallvergiftung

Die Vergiftungssymptome einer Schwermetallbelastung können stark variieren. Erschwerend kommt hinzu, dass sich krank machende Stoffe oft über große Zeiträume hinweg im Körper anlagern, wodurch die Krankheits-Symptome nur schwach ausgeprägt sind und viele Patienten lange Jahre ohne ärztlichen Befund bleiben, da die Beschwerden nicht klar oder gar nicht zu erkennen sind.

Toxische Substanzen schaden dem Menschen auf zweierlei Art: Sie werden schlecht ausgeschieden, bzw. abgebaut, weshalb sie sich schleichend in den lebenswichtigen Organen und Drüsen anlagern - es kommt zu Schädigungen von Nerven, Gehirn, Nieren, Knochen oder Gelenken. Zudem können bestimmte Schwermetalle den Platz lebenswichtiger Mineralien und Enzyme einnehmen, wodurch der Stoffwechsel empfindlich gestört wird und sich langfristig Krankheiten herausbilden können.

Typische Anzeichen einer Vergiftung:

  • Konzentrationsstörungen
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Schwäche-Gefühl
  • Schlafstörungen
  • Leichte Erregbarkeit, innere Unruhe
  • Angststörungen, Nervosität
  • Benommenheit, Koordinationsstörungen
  • Verwirrung, Gedächtnisverlust
  • Schweißausbrüche
  • Übelkeit
  • Herz-Rhythmus-Störungen
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkprobleme
  • Allergische Reaktionen, Hautausschlag
  • Zahnfleischbluten
  • Magen-Darm-Probleme
  • u. v. m.

Durch eine Schwermetallbelastung können folgende Erkrankungen hervorgerufen werden:

  • Neurologische Erkrankungen (Demenz, Multiple Sklerose, Parkinson)
  • Organische Krankheiten (Nierenerkrankung, Asthma, Krebs)
  • Autoimmunkrankheiten (Rheuma, Morbus Crohn)
  • u. v. m.

Diagnose einer Schwermetallvergiftung

Bei einer Schwermetall-Intoxikation ist das Krankheitsbild meist recht unspezifisch, weshalb eine Diagnose nicht immer leicht fällt und spezielle Diagnose-Methoden erfordert. Besonders in Fällen, bei denen die Erkrankung sich erst im Anfangsstadium befindet, sind präzise Diagnose-Verfahren gefragt. Meist sind es chronische Vergiftungen mit schleichendem Verlauf, bei denen der behandelnde Arzt die im Körper eingelagerten Stoffe zunächst lösen muss, um sie überhaupt in Blut oder Urin nachweisen zu können.


Die Medizin bietet bei Vergiftungsanzeichen z. B. folgende Untersuchungs-Möglichkeiten:

  • eingehende Anamnese
  • Blut-Test
  • Urin-Untersuchung
  • Stuhlprobe
  • Haar-Mineralanalyse
  • Lymphozyten-Transformations-Test
  • Biopsie
  • Hauttest
  • Test des Nervensystems
  • Radiologische Untersuchungen
  • Differentialdiagnostik


Eine exakte Diagnose und Schwermetallanalyse ist für den Therapie-Beginn eine Grundvoraussetzung, sie ist ebenso schwierig wie wichtig.

Behandlung und Therapie bei einer Schwermetallvergiftung

Schon bei einer geringen Schwermetall-Aufnahme ist zu empfehlen, eine Schwermetall-Ausleitung vorzunehmen. Auch wenn die Dosis das Gift macht, sind die Gefahren und Auswirkungen nur geringer Schwermetall-Konzentrationen sehr hoch. Bereits kleine Dosen können gesundheitsschädlich oder gar lebensgefährlich sein. Insbesondere bei akuten Vergiftungserscheinungen gilt es, rasch einen Arzt zur Behandlung aufzusuchen.

Je nach Art und Schweregrad des Vergiftungsfalls müssen z. B. bei geschädigten Organen lebenserhaltende Maßnahmen eingeleitet werden, parallel können ärztliche Notfall-Maßnahmen ergriffen werden wie eine Magen-Darm-Entleerung mit Bindung der Schwermetalle durch Aktivkohle oder eine Blutwäsche. Im Anschluss hieran sollte eine „systematische“ Ausleitung der Schwermetalle durchgeführt werden. Bereits seit vielen Jahren gilt die Chelat-Therapie hier als anerkannte und schonende Behandlungs-Methode gegen Schwermetallvergiftungen - in der Schulmedizin wie auch in der Alternativmedizin.

Eine Chelat-Ausleitung kann sowohl bei Anzeichen einer chronischen als auch einer akuten Vergiftung eingesetzt werden. Durch die Chelat-Therapie werden Schwermetalle gezielt ausgeleitet. Chelat-Bildner bewirken eine natürliche Ausscheidung der im Körper eingelagerten Giftstoffe. So genannte Chelatoren wie EDTA. DMSA oder DMPS werden als Infusion verabreicht. Nach Gabe des Komplexbildners entsteht ein stabiler Komplex zwischen Chelat und Schwermetall, wodurch zunächst die Reaktionsfähigkeit des Schwermetalls eingedämmt wird. Anschließend werden beide Stoffe über die Nieren ausgeleitet. Parallel zu der Chelat-Behandlung werden dem Patienten hoch dosierte Vitamine und Mineralien verabreicht.

Für eine vollständige Genesung von den Beschwerden einer Schwermetallvergiftung ist es wichtig, neben der Ausleitung der Schwermetalle durch Chelate die Vergiftungsursache zu finden und sie zu beseitigen. Bei beschädigten Amalgam-Füllungen ist neben der Entgiftung beispielsweise eine Sanierung der Zähne anzudenken.

Informieren Sie sich gerne ausführlich über die Chelat-Therapie von Herrn Dr. Engesser und die Möglichkeiten einer ganzheitlichen Behandlung.

 

Dr. Engesser setzt als Arzt die Chelat-Therapie bereits seit vielen Jahren zur Therapie von Schwermtallvergiftungen ein. Als Arzt aus Heidelberg behandelt er Patienten auch über die Region hinaus, z. B. aus Mannheim, Kaiserslautern, Speyer, Weinheim, Heppenheim, Darmstadt, Frankfurt, Pforzheim und Stuttgart.

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